Polyamory – erzähl’s bloß niemandem!!

Gefunden in einem englischsprachigen Blog über Polyamory und Mutterschaft, ich hab’s Euch übersetzt:
Soccer oder Handball?

Drei Fußballfans sitzen in der Vereinsgaststätte eines lokalen Fußballvereins und fachsimpeln lustig und locker vor ich hin. Ein anderer Bekannter kommt zur Türe rein und wird mit „give me five“ begrüßt; aber ihm tut davon die Hand weh.
„Aua!“
Fußballfan Nr.1: „Hoho Kumpel, Du bist aber empfindlich! Du machst wohl keinen Sport?!“
Handballfan: „Oh doch. Klar mach ich Sport. Deswegen tut mir ja die Hand so weh.“
Fußballfan 2: „Was für‘n Sport?“
Handballfan: „Na Handball.“
Die anderen drei lachen sich schlapp. „Hand-Ball! Was soll das denn bitte schön sein? Das gibt’s nicht. Fußball ist das einzig Wahre!“ Sie singen ein Fußball-Lied.
Handballfan: „Ich mag halt Fußball nicht so. Aber ich mach schon gern Sport. Handball eben.“
„Wie… Handball. Wo gibt’s den so was?“
„Das gibt’s hier. Ich spiele im hiesigen Handballclub. Es macht Spaß!“
„Und wie geht bitteschön dieses Spiel?“
„Wir versuchen, mit dem Ball in den gegnerischen Korb zu treffen.“
„Ah, verstehe. Wie im Fußball.“
„Ja, außer dass wir den Ball mit den Händen statt mit den Füßen bewegen.“
„Moment mal. Du meinst, Ihr spielt absichtlich foul?“
„Nein, die Regeln sind andere.“
„Was denken Deine Mitspieler darüber?“
„Na, sie spielen doch alle nach denselben Regeln.“
„Vielleicht kennt Ihr Fußball nur nicht gut genug, dass Ihr ihn schätzen könnt. Fußball spielen ist harte Arbeit.“
„Handball auch. Es ist wirklich schwierig.“
„Aber es ist quasi die Erlaubnis zum Foulspielen. Also wenn Du mich fragst, Ich könnte das einfach nicht, so spielen, mit den Händen. Unfassbar!“
„Und für mich ist es so, ich mag Fußball einfach nicht. Handball ist für meine Fähigkeiten besser geeignet, und ich finde es viel berührungsfreudiger zu spielen, ich bin begeistert. Ich schaue auch gerne zu. Es ist deutlich schneller als Fußball, und es passt einfach besser zu mir.“
„Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie ich mich fühlen würde, wenn meine Mitspieler ihre Hände benutzen dürften. Ich könnte das glaube ich nicht.“
„Man braucht durchaus Geschick; aber Du siehst wohl ein, dass Du Deine Hände benutzen KÖNNTEST, oder?“
„Ja, aber ich wollte das nicht. Ich ziehe es vor, nur meine Füße zu benutzen und den Ball zu kicken. Ich könnte das nicht anders. Ich könnte einfach nicht.“
„Niemand zwingt Dich. Wir bevorzugen einfach verschiedene Spiele.“
„Na gut… aber sei so gut und rede nicht über dieses Handball-Zeugs, wenn meine Fußballkumpel da sind. Die fühlen sich sonst vielleicht… äh, irgendwie komisch.“

Und genau da drauf läuft es raus, wenn man zu manchen Leuten über Polyamorie spricht: Rede nicht darüber, um niemanden zu kompromittieren oder zu begeistern.
Polyamory and a Sports Metaphor

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